Letzte Aktualisierung: Sommer 2024
Gründung und Anfänge
Im Jahr 1892 gründeten einige engagierte Männer in Brachtendorf die St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Ihr Ziel war es, das religiöse Leben zu bereichern, den Gemeinschaftssinn zu fördern, die Dorfverbundenheit zu stärken und die Jugend für die Prinzipien der Bruderschaft zu begeistern. Noch im selben Jahr feierten sie ihr erstes Stiftungsfest, bei dem sie mit alten Militärgewehren auf große Holzvögel schossen. Dass diese Bruderschaft über viele Jahrzehnte beständig und erfolgreich sein und zu den wichtigsten Kulturträgern im Ort gehören würde, hatte damals niemand ahnen können. Genauso wenig, dass die Bruderschaft als Wertschätzung und Anerkennung für ihr Wirken im späteren Ortsgemeindewappen bedacht würde.
Unterbrechungen durch die Weltkriege
Der Erste Weltkrieg führte zu einer langen Unterbrechung der Vereinsaktivitäten, da fast alle Schützenbrüder eingezogen wurden und neun von ihnen nicht mehr zurückkehrten. Nach dem Krieg beschlagnahmten die Besatzungsmächte alle Waffen. Dank intensiver Bemühungen bei den Kreisdelegierten und der Rheinland-
kommission durch den Schriftführer Josef Krämer durfte die Bruderschaft 1921 wieder ein Schützenfest veranstalten.
In den folgenden Jahren nahm das Schützenleben wieder Fahrt auf und die Bruderschaft bereicherte weiterhin das dörfliche Leben. Der Zweite Weltkrieg brachte erneut eine Zwangspause. Die gesamten Vereinsaktivitäten ruhten. Durch eine gesetzliche Verordnung musste die Bruderschaft während des Krieges ihre Waffen mit Munition sowie den Vereinsdegen abgeben. Viele Männer folgten der Einberufung zum Kriegsdienst und zwölf Mitglieder der Bruderschaft verloren ihr Leben.
In ehrfurchtsvoller Erinnerung gedenken wir der Schützenbrüder, die in den beiden Kriegen ihr Leben ließen.
Wiederaufbau und Vereinsentwicklung
1946 begann der mutige Wiederaufbau der Bruderschaft unter der Führung von Johann Rink. Im Mai 1950 traten die Schützen dem wiedergegründeten Bezirksverband Maria Laach bei. Ihr 60-jähriges Bestehen feierte die Bruderschaft 1952 und gleichzeitig die Weihe einer neuen prächtigen Vereinsfahne. In der Festansprache vor vielen hundert Schützen und Gästen forderte der damalige Kaplan Josef Kaster, ein Sohn unserer Gemeinde, die Schützen auf, so fest wie der Granit unserer Eifelberge in der Befolgung der Grundsätze zu sein.
Erfolgreiche Schützenfeste und Spenden der Mitglieder führten 1959 dazu, dass die Bruderschaft der Kapelle in Brachtendorf eine wertvolle Monstranz als Zeichen ihrer Verbundenheit stiften konnte. Drei Jahre später installierten die Schützen auf dem neu erworbenen Schießplatz einen Schießscheibenautomaten, der das sportliche Schießen fördern und zum Ermitteln des Scheibenkönigs dienen sollte. Eine vom damaligen Jagdpächter Leo Schmitz vermittelte und in Eigenleistung von Koblenz nach Brachtendorf transportierte Wohnbaracke bescherte den Schützen ein Dach über dem Kopf. Im Laufe der Jahre baute man die Baracke zu einem gemütlichen Schützenhaus um. Die verbesserten Bedingungen führten zu mehr Aktivitäten und Bedarfen, weshalb sich die Schützen Ende der sechziger Jahre 2 Luftgewehre und ein Kleinkalibergewehr anschafften, zumal man auch dem Freundschaftsbund „Eifel“ beitrat, der sich aus sechs Vereinen des Bezirksver bandes zusammensetzte. Mit diesem traf man sich regelmäßig, überwiegend an Buß- und Bettag, zu Wettkampfschießen.
Auf der Generalversammlung 1970, gründete die Bruderschaft einen Spielmannszug, mit der Zielsetzung, zukünftig die Vereinsfeierlichkeiten musikalisch zu begleiten. Schon sehr bald stellte man fest, dass der Spielmannszug „Schützencorps“ sich zu einer festen, nicht wegzudenken den Gruppierung im Vereinsleben des Ortes entwickelte. Der Spielmannszug, der auch schnell über die Dorfgrenzen hinaus einen großen Bekanntheitsgrad erlangte, stellt noch heute sein Können immer wieder gerne unter Beweis und erfreut seine Zuhörer.
Anpassungen an gesetzliche Vorgaben
Durch das Bundesimmissionsschutzgesetz und die Novellierung des Waffengesetzes 1974 war die Bruderschaft gezwungen, ihre Schießanlage anzupassen. Die zu hoch liegende Sohle der Schießbahn und die unsicheren Holzblendenzwangen den Verein zu handeln oder den Schießstand zu schließen. Zwei Jahre, 1978 und 1979, improvisierte man und der Schützenkönig wurde nur mit Luftgewehrschießen ermittelt. Dies war in den Augen der Schützen keine dauerhafte Lösung, und so fiel 1979 der Entschluss, die Probleme endgültig zu lösen. Bauingenieur Hans Brost erhielt den Planungsauftrag für eine den gesetzlichen Regeln entsprechende neuen Schützenhalle. Bereits im Januar 1980 begannen die intensiven Aufräum- und Abbrucharbeiten, begleitet durch Baggerarbeiten auf der Schießbahn mit sehr felsigem Untergrund. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitglieder konnte vor dem Winter das Dach wetterfest gemacht und das Richtfest gefeiert werden. Am 20. August 1981 war die neue Schützenhalle samt seiner Schießanlage, mit acht Langwaffenständen und einem Pistolenstand, zugelassen für alle Kaliber, fertiggestellt. Anschließend feierte man mit dem staunenden Publikum das erste Schützenfest im neuen Umfeld. Die offizielle Einweihung mit Einsegnung durch Pastor van Bemmelen folgte am 03. Oktober 1981. Lobende Worte und viel Anerkennung für die Leistung der Schützen waren zu hören. 14 Tage später luden die Schützenbrüder zum ersten Königsschießen in die neue Halle ein.
Höhepunkte und Ehrungen
1983 richtete die Bruderschaft das 57. Bundesschützenfest des Bezirksverban des Maria Laach aus. Mit einem feierlichen Dreiherrenamt und vielen hundert Gästen erlebte Brachtendorf an vier Tagen ein Fest von ungeahntem Ausmaß. Beflügelt durch diesen Erfolg und eine solide wirtschaftliche Vereinsführung erfolgten weitere Maßnahmen, zur Förderung des Vereinslebens und der Ausbau des Vereinsgeländes. Hierzu zählen die Restaurierung der Vereinsfahne und die Anschaffung eines Diadems für die Schützenkönigin sowie die in den folgenden Jahren durchgeführten Arbeiten:
• Neuanschluss der Schützenhalle an die Strom- und Wasserversorgung
• Anbau eines Windfanges am Haupteingang
• Neubau einer Grillhütte
• Gestaltung des Außengeländes
Alle Bauvorhaben wären ohne die vielen engagierten Schützenbrüder, aus deren Reihen für ihre besonderen Verdienste Johann Rink, Peter Lohn, Heinrich Döhr und Anton Welter mit dem Hohen Bruderschaftsorden geehrt wurden, nicht möglich gewesen. So machten sich die Brachtendorfer Schützen einen Namen, besuchten mit großer Freude andere Schützenbrüder und waren stets gerngesehene Gäste.
Zu besonderen Ehren kam unser Mitglied Hermann Knieper 1988. Er wurde in Luxem unser erster und bisher einziger Bezirkskönig. Immer auf die gute Sache bedacht und dem Leitsatz unserer Bruderschaft folgend, veranstaltete er als Dank für seinen Erfolg ein Fest zugunsten des Kinderheims in Düngenheim.
1992 – 100 Jahre Schützenbruderschaft Brachtendorf – das haben wir gebührend gefeiert, und zwar mit einer Geburtstags feier im Rahmen des alljährlichen Schüt-
zenfestes am ersten Juliwochenende und wenig später als Gastgeber des 67. Bundesschützenfestes. Für ihre besonderen Verdienste und ihren beispielhaften Einsatz zeichnete Erwin Pauken, der Bundesmeister, Heinrich Döhr und Anton Welter zu diesem Anlass mit dem St. Sebastianus Ehrenkreuz aus. In diesem Jahr wurde Marlene Schult die erste Brachtendorfer Schützenkönigin und mit Katja Meurer aus Ulmen feierten wir die erste Bezirkskönigin des Bezirksverbandes Maria Laach.
Modernisierung der Schützenhalle
Mit den Jahren erfreute sich unsere Schützenhalle zunehmender Beliebtheit und wurde gerne für vielfältige Anlässe über das Schützenwesen hinaus genutzt. Küche, Kühlung, Heizung und die sanitären Anlagen wurden dem nicht mehr gerecht und oft musste der Luftgewehrschießstand im Hauptraum der Schützenhalle auf- und wieder abgebaut werden.
So haben wir im Jahr 2000, zwanzig Jahre nach dem Neubau der Halle, mit der Planung einer Hallenerweiterung durch unseren Hausarchitekten Hans Brost begonnen. Nach den Vorfeldklärungen wie Grundstückstausch, Ausgleichsfläche, Finanzierung, der Beantwortung vieler weiterer Fragen und erfolgter Baugenehmigung begannen die Arbeiten, mehrere tausend Kubikmeter Erdreich wurden bewegt und ein zweigeschossiger Anbau an die bestehende Halle wurde errichtet. Die untere Ebene bietet Platz für die Küche mit Vorratsraum und Sanitärbereich, denKühlraum, zwei Versorgungsräume, eine barrierefreie Toilettenanlage, eine Behindertentoilette mit Dusche und sogar einen Wintergarten.
Eine Treppe führt zur neuen Luftgewehrhalle mit neun Schießständen, dem Übungsraum des Spielmannszuges und dem Technikraum im Obergeschoss. Ein Übergang bindet den Neubau an den Pistolenschießstand, ausgestattet mit einer Duellanlage an. Auch die Thekenanlage im Bestandsgebäude wurde komplett erneuert.
Durch große Eigenleistung, Zuschüssen von Gemeinde und Kreis, Sach- und Geldspenden, eine Sonderbeitragsregelung und zinslose Anleihen konnten wir die finanzielle Belastung überschaubar halten und letztlich stemmen. Pünktlich zum 110. Gründungsfest weihte unser Präses, Pastor Hans Drescher, die neue Schützenhalle ein. Voller Stolz feierte die Schützenfamilie das erreichte Ziel und erntete vielfach großes Lob und wert schätzende Bewunderung. Anton Welter wurde als Dank und Anerkennung für seine Verdienste um die Bruderschaft mit dem Schulterband zum Sebastianus Ehrenkreuz geehrt.
Feste feiern
Im April 2004 musste die Grillhütte buchstäblich an den Kran gehängt werden. Sie wurde um gut acht Meter an die Außengrenze des Vorplatzes versetzt. Das schaffte den Platz für die Veranstaltungen, die noch folgen sollten.
Herrliches Wetter, auf dem Dorfplatz ein aus Strohballen errichteter Altar und eine weit über 500-köpfige Jung- und Schülerschützenschar aus der Diözese Trier.
So war der Gottesdienst der Auftakt des erstmals von unserer Bruderschaft ausgerichteten Diözesanjungschützentages im Mai 2004. Die Schützenjugend feier
UMSETZUNG DER GRILLHÜTTE 2004 te zusammen mit ihren Begleitern ausgelassen „ihr“ Fest mit einem vielfältigen Schieß- und Rahmenprogramm, das auch
einen Kletterturm und einen Besuch auf dem Bauernhof umfasste.
„Begegnung schafft Freundschaft“, war das Motto des Bezirksjungschützentages 2006 in Brachtendorf. Ein Gottesdienst in Kaifenheim mit der anschließenden Wan-
derung nach Brachtendorf, Spiel, Spaß und Schießsport ließen den Tag wie im Flug vergehen. Die Bezirksjungschützen meisterin Marga Kinner bedankte sich am Ende des Festes bei der Bruderschaft für die familiäre, hervorragend organisierte und abwechslungsreiche Veranstaltung.
Das 81. Bezirksbundesschützenfest 2007, gleichzeitig das 115-jährige Gründungsfest, stand vor der Tür. Um dem Fest einen schönen Rahmen zu geben, haben wir uns viel vorgenommen: Neben den eigentlichen Vorbereitungen sollten der Innenputz in der Schützenhalle erneuert, zwei neue Zugscheiben montiert, eine neue Außentreppe gegossen und der Wintergarten mit Bruchsteinen verblendet werden. Pünktlich zum Fest wurden alle Maßnahmen abgeschlossen. Nach der Eröffnung mit
Fahnenübergabe und Heiliger Messe in Kaifenheim begrüßten wir die zahlreichen Gäste im großen Fest zelt auf dem Schützenplatz. Am Sonntagnachmittag marschierten viele hundert Schützen bei strahlendem Sonnenschein zur Musik der befreundeten Kapellen durch den Ort. Neben den zahlreichen Zuschauern gab es auch regungslose, lebensgroße Puppen zu betrachten, die einigen Brachtendorfern wie aus dem Gesicht geschnitten waren. Ausgelassen feierte die Schützenfamilie bei bester Unterhaltung ihr Fest. Bei der Preisverteilung am Abend konnte sich Manfred Michels aus Münk besonders freuen, da er die Vereinschronik Würde des Bezirkskönigs errungen hatte. Unsere Bruderschaft war ebenfalls sportlich erfolgreich und gewann erstmals das Gruppenschießen. Ein gut organisiertes Fest, das uns viel Lob bescherte, machte die vielen Mühen vergessen.
Nach einem Jahrzehnt vieler Großveranstaltungen wurde es etwas ruhiger um unsere Bruderschaft. Das soll aber nicht bedeuten, dass die Schützen nicht weiter aktiv waren und für Abwechslung im Ort sorgten. Ob bunte oder kölsche Abende, Kirmes, Veranstaltungen des Spielmannszuges, kulturell wurde immer etwas geboten.
Restaurierung der Fahne
Mit dem Beschluss der Versammlung, die in die Jahre gekommene, über 60 Jahre alte Vereinsfahne restaurieren zu lassen, begann das neue Schützenjahr 2010. Die Restaurierung wurde von der Karlsruher Fahnenfabrik durchgeführt und kostete einen mittleren vierstelligen Betrag. Durch großzügige Spenden und einen von den Schützenfrauen durchgeführten Weihnachtsbasar konnte ein Großteil der Kosten finanziert werden.
„Als Dank und Anerkennung für den beispielhaften Einsatz und die großen überzeugenden Verdienste um die Verwirklichung der hohen Ideale unseres Bundes für Glaube, Sitte, Heimat“ erhielt Thomas Welter 2013 von Diözesanbundesmeister Hubert Mohr das Schulterband zum Sebastianus Ehrenkreuz.
Zu einem besonderen Ereignis kam es 2015 beim Königsschießen. Unser Präses Dr. Volker Malburg holte mit einem einzigen gezielten Schuss den Vogel von der Stange und wurde als erster Präses unserer Bruderschaft Schützenkönig. Der sichtlichen Überraschung folgte große Freude über den ersten und unverhofften Schießerfolg. Zahlreiche Glückwünsche erhielt er sowohl an diesem Tag als auch später und weit über die Grenzen unserer Bruderschaft hinaus. Mit einer heiligen Messe verabschiedete er sich dann 2016 als unser Präses von uns, da er zu seiner neuen Wirkungsstätte in Lantershofen abberufen wurde. Wir dankten ihm bei dieser Gelegenheit mit einem Umtrunk und einem kleinen Geschenk und wünschten ihm weiterhin viel Erfolg.
Jubiläen und neue Herausforderungen
Das Schützenjahr 2017 begann mit einem Highlight. Vanessa Seelig, eine unserer Jüngsten, errang beim Diözesanjungschützentag in Bad Hönningen die Würde
der ersten Bambiniprinzessin der Diözese Trier.
Im Juli 2017 feierte die Bruderschaft ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem zweitägigen großartigen Fest. Durch die vielen Gratulanten, darunter Landrat Manfred Schnur, Verbandsbürgermeister Albert Jung, Diözesanbundesmeister Hubert Mohr und weiterer Redner erfuhr die Bruderschaft viel Lob, Dank und anerkennende Worte für ihr Wirken im Sinne ihres Wahlspruches für „Glaube, Sitte, Heimat“.
Ernst Gräf wurde für seine vielen Verdienste um das Schützenwesen in Brachtendorf mit dem Schulterband zum Sebastianus Ehrenkreuz ausgezeichnet. Erstmals wurde eine handgemalte Ehrenscheibe für die Ehrengäste aufgelegt, die von Albert Jung gewonnen wurde. Ein großer Festzug am Sonntag mit Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof und dem Schießen auf Wert- und Geldadler bildeten einen weiteren Höhepunkt des Jubiläums.
Mit einem perfekten Ergebnis von 30 Ringen konnte Nico Simons beim Bundesprinzenschießen 2017 in Richrath den zweiten Platz erreichen. Nur wenige Teiler fehlten zum Sieg.
Im Jahre 2018 machten sich die Schützen daran, den von den Seiten zuwachsen den Schießstand zu entholzen, richteten gleichzeitig den Kugelfang und erzielten damit erneut einen Erfolg durch gemein schaftliche Zusammenarbeit im Verein.
PRÄSES DR. VOLKER MALBURG WIRD SCHÜTZENKÖNIG VON BRACHTENDORF 2015
VANESSA SEELIG, BAMBINIPRINZESSIN DIÖZESE
TRIER 2017
NICO SIMONS, BEZIRKSSCHÜLERPRINZ 2019;
2. PLATZ BUNDESPRINZENSCHIESSEN 2017
ERNST GRÄF ERHÄLT FÜR SEINE VERDIENSTE
DAS SCHULTERBAND ZUM SEBASTIANUS
EHRENKREUZ, 2017
EHRENSCHEIBE ANLÄSSLICH DES 125.
JÄHRIGEN BESTEHENS, GEMALT VON SARAH
LINDNER, 2017
125 JAHRE ST. SEBASTIANUS SCHÜTZENBRUDERSCHAFT BRACHTENDORF, 2017
Pandemie und Sorgen um die Zukunft
Eine gewisse Überalterung, Nachwuchssorgen und fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, zählen heute zu den größten Herausforderungen, nicht nur in unserer Bruderschaft und lassen auch sorgenvolle Gedanken aufkommen. Die Pandemie, die ab Anfang 2020 unsere Vereinsaktivitäten für rund zwei Jahre fast gänzlich unterbunden hat, tat ihr Übriges dazu. Doch mit ihrem Abklingen kehrte auch das langersehnte normale Leben zurück. Für uns Schützen hieß das, dass wir die Auflagen
der Schießstandüberprüfung erfüllen und den Bezirksjungschützentag vorbereiten mussten. Wir errichteten einen neuen Zaun zur Außensicherung und einen Sichtschutz am Nebeneingang. Das Dach des Kugelfanges wurde mit Stahlplatten verstärkt und in der Halle wurde eine Schießbahnsicherung und eine Fluchtwegbeleuchtung installiert.
Im Mai 2022 eröffnete die Bezirksjungschützenmeisterin Ute Krämer mit der Übergabe der Jungschützenstandarte den Bezirksjungschützentag. Ein OpenAirGottesdienst, zelebriert von Dr. Volker Malburg, stimmte alle Festbesucher ein und es folgte ein schöner, abwechslungsreicher Bezirksjungschützentag. Neben den Schießwettbewerben fanden die vielfältigen Freizeitangebote bei Alt und Jung großen Anklang. Die Freude am Feiern und Zusammensein war überall spürbar.
Zum zweiten Mal fand das Bundesschützenfest im Mayen statt und wir unterstützten die Mayener Schützen selbstverständlich mit einigen Helfern vor Ort.
Aktuelle Feste und amtierende Majestäten
Beim Herbstabschlussschießen, das 2023 in Brachtendorf stattfand, errang unser Schützenbruder Florian Heidger die Würde des Bezirksscheibenkönigs. Auch Laura Simons darf sich freuen: Sie wurde beim Bezirksjungschützentag 2024 in Höchstberg Bezirksjungschützenprinzessin.
Florian Heidger,
Bezirksscheibenkönig 2024
Laura Simons,
Bezirksjungschützenprinzessin 2024
Stefan Becker,
Schützenkönig 2024
Heinz-Josef Welter
Scheibenkönig 2024
Das diesjährige Bundesschützenfest (letzte Aktualisierung Chronik Sommer 2024)
Da sich im Bezirksverband kein Bewerber für die Ausrichtung des Bezirksbundesfestes 2024 fand und dies auf unserer Generalversammlung 2023 zur Sprache kam, erhielt der Vorstand den Auftrag, eine mögliche Bewerbung unsererseits zu prüfen. Nach sorgfältiger Abwägung trafen wir eine positive Entscheidung und freuen uns heute um so mehr, dass die Schützenbruderschaft Brachtendorf Ausrichter des 96. Bundesschützenfest des Bezirksverbands Maria Laach sein darf. Ein Fest, dass ohne die unglaubliche Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer aus dem ganzen Dorf und den unterschiedlichsten Vereinen gar nicht statt finden könnte.
So wurde der Luftgewehrstand mit unzähligen Stunden gefließt und pünktlich zum Bundesschützenfest ziert ein selbstgelegter Adler von Thomas Welter den Luftgewehrstand. Eine moderne LED Beleuchtung, gestiftet und installiert von Florian Heidger, erhellt den Raum und die Schießscheiben. Auch wurde dieser neu
gestrichen und rundum erneuert.
Auf dem KK-Stand wurden die Hochblenden erneuert. Hier flossen viele Stunden Arbeit ein, die die Schützenbrüder Heinz-Josef Welter, Peter Döhr, Castor Fuhrmann, Ernst Gräf und Ludwig Kaiser investierten. Zudem wurde eine feste Trennung zwischen Schützenhalle und Küche errichtet und ein elektrischer Rolladen mit neuer Steinsplatte für die Theke eingebaut.
Ausblick und Dankbarkeit (letzte Aktualisierung Chrinik Sommer 2024)
Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1892 Brachtendorf e .V. blickt stolz auf eine bewegte Geschichte voller Engagement und Gemeinschaftssinn zurück. Die jährlichen Generalversammlungen und das traditionelle Abgrillen in der Grillhütte sind feste Bestandteile des Vereinslebens. Der Vorstand dankt allen Mitgliedern und
Unterstützern herzlich und ermutigt die Jugend, dem Vorbild ihrer Vorfahren zu folgen, damit die Bruderschaft auch in Zukunft blühen und gedeihen kann.